Thomas Schmidt - Kowalski

Portrait

 

Am 21. Juni 1949 in Oldenburg geboren, begann Thomas Schmidt-Kowalski früh, sich mit Musik zu beschäftigen. Nach autodidaktischer Aneignung der musikalischen Grundlagen in der Jugend nahm er 1971 das Studium der Komposition an der Musikhochschule für Musik in Berlin auf.

In dieser Zeit erfolgte bei Prof. Frank Michael Beyer die Auseinandersetzung mit experimenteller Avantgarde-Musik. Im Jahr 1972 wechselte er an die Musikhochschule Hannover zu Prof. Alfred Koerppen. In seiner Studienzeit wandte er sich völlig von der Avantgarde-Musik ab und begann, einen eigenen, völlig tonalen Kompositionsstil zu entwickeln.

Nach Abschluss des Studiums 1978 begannen zunehmende Konzertauftritte mit eigenen Kompositionen. 1986 gründete er das „Walpurgis-Ensemble“, das in zahlreichen Konzerten sowie Rundfunk- und Fernsehauftritten die Kompositionen Schmidt-Kowalskis einem breiten Publikum präsentierte. 1994, 1996 und 1998 erfolgten Veröffentlichungen von Portrait CDs mit Kammermusik in verschiedenen Besetzungen mit Liedern und Klaviermusik.

Seit dem Beginn des neuen Jahrtausends hat sich Thomas Schmidt-Kowalski der Komposition und der Veröffentlichung symphonischer Werke zugewandt.

Im Jahre 2003 erschien eine CD mit dem „Konzert für Violoncello und Orchester in a-Moll Op. 84“ und der „3. Symphonie in d-Moll Op. 67“, 2006 die „4. Symphonie in C-Dur Op. 96“ und das „2. Violinkonzert in h-Moll Op.100“. Beide CDs sind bei der Firma Naxos erschienen. 2008 produzierte Schmidt-Kowalski eine CD mit Symphonischen Dichtungen, die er selbst dirigierte und die Anfang 2009 wiederum bei Naxos erschienen ist. Ebenfalls dort gerade neu veröffentlicht sind Cellosonaten.

Darüber hinaus tritt der Komponist in Konzerten vor allem zunehmend im Ausland in Erscheinung, so wurde 2007 seine 4. Symphonie mit grossem Erfolg in Yokohama (Japan) vom „Kanagawa Philharmonic Orchestra“ einem grossem Publikum vorgestellt. Konzerte mit seiner Musik fanden in Serbien, Rumänien, Südafrika, Nordamerika, Japan, Großbritannien, Mexiko, Australien u.a. statt und werden auch in näherer Zukunft dort zu hören sein.

2010 sind Einspielungen mit seinem „Klavierkonzert in g-Moll Op. 108“, dem „Konzert für Viola und Orchester in fis-Moll Op. 111“ als auch den Klavierquartetten geplant und bereits terminiert. Im Zusammenhang mit dieser Produktion der beiden Konzerte erscheint auch eine neue Symphonische Dichtung nach dem Gedicht „Die Glocke“ von Friedrich Schiller.

Thomas Schmidt-Kowalski ist am 5 Januar 2013 nach langer, schwerer Krankheit gestorben.


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Photos: Thomas Kiel