September 2005
Liebe Interessenten und Besucher meiner Homepage,

Anfang Mai wurde meine 4. Symphonie in C-Dur vom SWR-Orchester Kaiserslautern für die neue CD bei NAXOS, die Anfang nächsten Jahres erscheinen soll, eingespielt. Es war ein tolles Erlebnis. Das Orchester spielte das Werk, wiederum unter Manfred Neuman mit großer Begeisterung ein.

Des weiteren habe ich mich mit der alten Atlantis-Legende beschäftigt und zwei neue Werke sind in diesem Zusammenhang erschienen: eine Atlantis-Trilogie für symphonisches Blasorchester op. 102 mit den Sätzen "Atlantis", "Trauermusik" und "Frühlingsbeginn". Dieses Werk erscheint bei dem niederländischen Verlag "Bronsheim" im Sommer. Neu und im Selbstverlag wiederum bei der Christian Meyer Edition erschienen ist eine neue Cellosonate, die "Atlantis-Sonate in B-Dur op. 99". Uraufgeführt wird sie am Sonnabend, den 11. Juni 20 Uhr vom Duo James Lisney und Prof. Alexander Baillie in der Musikhochschule Bremen (Dechantstraße). Die Sonate ist dreisätzig. Der erste Satz beginnt mit einer weitausschwingenden Melodie, die den paradiesischen Urzustand der damaligen Menschheit beschreibt. Das darauf folgende Allegro mit seinen Triolen-Bewegungen ist Ausdruck elementarer Lebensfreude. Der 2. Satz. Scherzo, ist ein huschiges schattenhaftes Gebilde, in dem ein rhythmisch markantes Motiv auftritt, das im letzten Satz den Untergang von Atlantis symbolisiert. Ein verträumter Mittelteil erinnert noch einmal an die Stimmung des 1. Satzes. Der 3. Satz beginnt mit einem choralartigen Thema, das dann von 16tel-Figuren wie umspült wird, bis das rhythmisch markante Motiv des 2. Satzes den Untergang symbolisiert. Sie hat am Schluß dasselbe Thema, mit der die oben erwähnte "Atlantis-Trilogie op. 102" beginnt. Dieses Thema habe ich einer Klaviersonate entnommen, die ich vor über 20 Jahren komponiert habe.

Schon damals hat mich die mystische Atlantis-Legende interessiert. Man könnte auch von einer Abschiedssonate sprechen. Das Thema hatte für mich die Bezeichnung "Die Glocken von Atlantis", die man vom Meeresgrund hört, also aus einer anderen Welt. Dieses in Verbindung mit Abschied ist auch der Inhalt der neuen Cellosonate: Wir nehmen ja ständig Abschiede von irgendetwas. Liebgewonnenen Menschen, Lebenssituationen, von der Jugend, von Orten usw. Aber in jedem Abschied ist auch ein Neubeginn und deshalb endet die Sonate auch nicht resignativ, sondern hoffnungsvoll, wie auch die Atlantis-Trilogie mit dem Satz "Frühlingsbeginn" endet.

Nächstes Jahr im März wird das Cellokonzert, das bei NAXOS erschienen ist, mit dem Cellisten Carlos Prieto in Mexiko City mit dem dortigen großen Symphonieorchester aufgeführt. Andere Aufführungen in den USA und Singapur sind geplant aber noch nicht terminiert. Ich werde berichten.

Für Ihr Interesse vielen Dank!
Herzlichst,

Thomas Schmidt-Kowalski